Donnerstag, 09.09.2010

Eitzen I

Luftbild von Eitzen I

Eitzen mit Bardenhagen liegt eingebettet in einem Tal der bewaldeten Hügellandschaft westlich von Bienenbüttel. Die Ausweisung von großen Teilen der Feldmark als Naturschutzgebiet und des übrigen Teils als Landschaftsschutzgebiet, beweist, dass hier eine intakte Landschaft erhalten geblieben ist. Ein besonderes Kleinod sind die links der Straße nach Melbeck befindlichen „Dümpelkulen“ (Erdfälle). Entstanden sind diese durch Unterspülungen der lüneburger Salzgewinnung.

Eine frühe Besiedlung in der Bronzezeit wird belegt durch Hügelgräber und ein „Totenhaus“. Von einer dichten Besiedlung aus der Zeit um Christi Geburt zeugen viele Bodenfunde wie Asche, Fundamentreste, Vorratsgruben...

Im Urkundenbuch Verden 1 wird unter der Nr. 433 für das Jahr 1252 Eyshusen genannt, damit könnte Eitzen gemeint sein. Ob der Ortsname Bardenhagen auf die Langobarden oder auf das 500 Jahre später hier angesieselte Geschlecht der Bardonen zurückgeht, ist umstritten, ebenso ob Bardenhagen einstmals ein Dorf oder eine einzelne Hofstelle war.

Im 14. Jahrhundert waren die fünf Höfe in Eitzen aus dem Besitz des Lüneburger Bürgermeisters Hartwig von Sülten durch Verkauf in den Besitz des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg gekommen.
Die relativ große Feldmark Eitzens ist wahrscheinlich durch die Übernahme des wüst gewordenen Dorfes Rammeshorn entstanden.
Die Übernutzung der Waldflächen für die lüneburger Saline und den Schiffbau, und vor allem die Plaggenwirtschaft führten zur Heidebildung, im Gefolge zur intensiven Schafhaltung. Die Schafe wiederum verhinderten durch Verbiss eine neue Waldvegetation.
Bei der 1850 einsetzenden Aufforstungsperiode leisteten Eitzener Bauern Pionierarbeit. Sie waren auch für ihre Leistungen in Ackerbau und Viehzucht bekannt.

Der Hof Bardenhagen ist seit 50 Jahren Anzuchtstätte der Vereinigten Saatzuchten Ebstorf.

Eitzen zeichnet sich durch eine sehr aktive Dorfgemeinschaaft aus (Feuerwehr, Sportgruppen, Bildungsveranstaltungen etc.) Die Mehrzahl der Berufstätigen sind Pendler (Lüneburg, Hamburg, Bad Bevensen). Die landwirtschaftliche Fläche wird zur Zeit von 3 Betrieben bewirtschaftet.

Einwohnerzahlenentwicklung:

1823

101

1848

131

1880

133

1932

158

1949/50

397/216

2004

193

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Ihr Ortsvorsteher:
Annegret Päper
Eitzener Hauptstr. 3
Tel.: 7543


www.eitzen1.de