Mittwoch, 08.09.2010

Hohnstorf

Luftbild von Hohnstorf

Hohnstorf ist ein geschlossenes Haufendorf in freiem, leicht gewelltem Gelände und liegt ca. 2 km von Bienenbüttel entfernt. Begrenzt wird die Hohnstorfer Gemarkung zum Osten hin durch einen Grünland- und Moorgürtel entlang des Hönkenbaches. Zum Süden hin geht die Gemarkung teilweise bis an die Ilmenau.
Im Westen begrenzt der Vierenbach und im Norden ein größerer Waldstreifen die mit kleineren Waldflächen unterbrochene, sonst offene Gemarkung. Mit dem Bau des Elbeseitenkanals wurde die Ackerfläche durch diesen durchschnitten.

Die frühere Straßenlage hatte eine Hufeisenform. Diese Gegend war bereits früh besiedelt. Dieses bezeugen die bronzezeitlichen Hügelgräber in der näheren Umgebung, die leider in früheren Jahren geplündert wurden. Bekannt sind 2 Gräber auf dem Mützenberg, 2 Gräber auf dem Schwarzen Berg und viele weitere.

Alte Flurbezeichnungen geben noch heute Hinweise auf unsere Vorfahren und deren Bräuche. So soll auf dem „Honsberg“, heute noch „Hoher Berg“ genannt, jener Hone begraben sein, der Hohnstorf seinen Namen gegeben haben soll. Zwei Opferstätten sollen um Hohnstorf gelegen haben, der „Kronsberg“, und der „Hingsthop“.

Die Flurbezeichnung Vierenberg und Veddel, früher auch Virlo oder Verle, weisen auf ein wüst gewordenes Dorf in der heutigen Gemarkung hin.

Grundherr war 1241 der Bischof Luder von Verden. Bischof Luder stiftete diesen Zehnten dem Kloster Ebstorf (UB Verden – A. Mindermann Urk. 369).

Um 1300 war das Dorf zum größten Teil in der Hand der Grafen von Schwerin. (Nach Sudendorf I Urk. 540)
1540 im Lüner Schatzregister sind 10 Höfe mit ihren Abgaben genannt.

1666 gibt es im Medinger Erbregister noch 12 Höfe und eine Hirtenkote, davon

    9     beim Amt Lüne
    2     beim Amt Medingen
    1     beim Herzogtum Verden.

Im Zuge der Verkopplung entstanden um 1841 noch 2 Anbauer– und 3 Abbauerstellen zu denen 1875 noch eine vierte hinzu kam. Somit enthält das Dorf zu der Zeit 9 Halbhöfe, 3 größere Kotstellen, 8 An- und Abbauerstellen und ein Schulhaus. Die Feldmark betrug 879 ha. 1972 wurden 14 Höfe bewirtschaftet, 2004 sind es noch 6.
Die ehemaligen Gewerbebetriebe, wie Stellmacherei, Schusterei, Fahrradreparaturwerkstatt, Schneiderei, Gastwirtschaft und Gemischtwarenhandel sind nicht mehr vorhanden.
Heute ist das ehemalige Gast- und Pensionshaus ein Senioren-, Wohn- und Pflegeheim.

Hohnstorf gehört zur St. Georgs-Kirchengemeinde in Wichmannsburg. Es gibt in Hohnstorf außer der Freiwilligen Feuerwehr noch den Sportverein. Auch gibt es am Dorfgemeinschaftshaus einen schönen Kinderspielplatz. Ein Dorffest findet immer am letzten Samstag im Juni statt.

Der Elbeseitenkanal sowie die schöne Umgebung Hohnstorfs laden zu Wander- und Radtouren ein.

Einwohnerzahlenentwicklung:

1823

164

1848

207

1880

201

1932

230

1949/50

452/197

2004

220

interner Link folgtZum Panorama von Hohnstorf

 

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Ihr Ortsvorsteher:
Dr. Heike Schweer
Zum Lietzberg 7
Tel: 7749


Die Schriftenreihe "Spuren 3" befaßt sich mit dem Thema "Hohnstorf 1241 - 2004".

Das Buch ist zum Preis von 15 € im Rathaus und der Buchhandlung Patz erhältlich.